Rentenversicherung

Seit dem 1. Januar 2017 haben sich die Voraussetzungen für Pflegepersonen geändert, ab wann die Pflegekassen Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen.

 

·         Die Pflegeperson pflegt eine oder mehrere pflegebedürftige   Personen mit Pflege-Grad 2 bis 5.

·         Die Pflege ist nicht erwerbsmäßig.

·         Die Pflege findet wenigstens zehn Stunden wöchentlich statt.

·         Die Pflege ist verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in   der  Woche.

·         Der Pflegebedürftige wird in seiner häuslichen Umgebung   betreut.

·         Die Pflegeperson ist regelmäßig nicht mehr als 30 Stunden pro   Woche erwerbstätig.

 Unfallversicherung:

 Pflegepersonen, die nicht erwerbsmäßig pflegen sind während   dieser Tätigkeit unfallversichert.

 

Arbeitslosenversicherung:

Hat eine Pflegeperson bis zur Pflegetätigkeit in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung Beiträge eingezahlt und verliert durch die Pflegetätigkeit ihren Job, kann sie sich nach Beendigung der Pflegetätigkeit arbeitslos melden und kommt so in den Leistungsbezug.

 

 

Pflegezeit/ Familienpflegezeit

 

Mit dem neuen Pflegezeitgesetz wird die Vereinbarkeit von Pflege und Berufstätigkeit verbessert. Pflegepersonen müssen ihre Berufstätigkeit nicht mehr aufgrund der Pflege von Familienangehörigen aufgeben.

Folgende Regelungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Berufstätigkeit gelten:

·         Kurzzeitige Arbeitsverhinderung und Pflegeunterstützungsgeld

Pflegende Angehörige haben die Möglichkeit bis zu 10 Arbeitstage jährlich ihrer Arbeit fernzubleiben falls es die Pflegesituation erforderlich macht. In dieser Zeit kann die Pflege geplant und organisiert werden. Dafür zahlt die Pflegekasse eine Lohnersatzleistung- das Pflegeunterstützungsgeld.

Diese Vereinbarung ist unabhängig von der Größe des Unternehmens oder der Mitarbeiterzahl.

 

·         Pflegezeit

Beschäftigte haben Anspruch auf eine teilweise oder vollständige Freistellung von ihrer Beschäftigung bis zu einer Dauer von 6 Monaten um einen Angehörigen in häuslichem Umfeld zu pflegen. Als finanzielle Unterstützung kann die Pflegeperson beim Bundesamt für Familie ein zinsloses Darlehen beantragen.

 

·         Familienpflegezeit

Beschäftigte können bis zu 24 Monate bei Pflegebedürftigkeit von nahen Angehörigen ihre wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 15 Stunden verringern. Für diese Zeit kann die Pflegeperson ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie beantragen.

Der Arbeitgeber muss für die Genehmigung der Familienpflegezeit über mehr als 25 Mitarbeiter verfügen.